Lange Haare waren schon immer mein Ding.
Meine ersten Erfahrungen mit Haarverlängerungen hatte ich bereits während meiner Ausbildung zur Friseurin. Meine damalige Chefin gehörte zu den ersten im Saarland, die Haarverlängerungen angeboten haben.
Damals war das noch etwas Besonderes. Es gab nur wenige Salons, die damit arbeiteten, die Auswahl an Systemen war klein und eine Haarverlängerung war für viele Frauen kaum erschwinglich.
Mich hat das Thema sofort gepackt. Mich faszinierte die Möglichkeit, einer Kundin mehr Länge und Fülle zu geben oder mit Effektsträhnen zu arbeiten, ohne das Eigenhaar färben zu müssen.
Ich durfte zunächst zusehen und zuarbeiten: Reinigungsschnitte, einzelne Strähnen entfernen und später auch erste Strähnen selbst einsetzen. So begann meine Leidenschaft für Extensions.
Ich wollte immer mehr verstehen – nicht nur eine Methode beherrschen.
Nach meiner Ausbildung blieb Haarverlängerung ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Über mehrere Jahre konnte ich unterschiedliche Arbeitsweisen kennenlernen, von erfahrenen Kolleginnen lernen und immer mehr selbst übernehmen.
Später arbeitete ich als Führungskraft in einem größeren Friseurunternehmen. Ich absolvierte weitere Schulungen, unter anderem bei Hairdreams, arbeitete selbst mit Haarverlängerungen, schulte Mitarbeiterinnen und gab auch in verschiedenen Filialen des Unternehmens Schulungen zum Thema Extensions.
Mit der Selbstständigkeit wurde mein eigener Anspruch noch klarer.
2008 machte ich mich selbstständig. Haarverlängerungen gehörten von Anfang an zu meinem Angebot. 2010 ging es an meinem heutigen Standort weiter und für mich war längst klar, dass ich diesen Bereich weiter ausbauen wollte.
Ich bildete mich unter anderem in der brasilianischen Haarverlängerung weiter und beschäftigte mich intensiv mit unterschiedlichen Verbindungstechniken, Ringmethoden, Tape-Extensions und weiteren Systemen.
Mit der Zeit wurde mir immer wichtiger, mich nicht an eine einzige Marke oder Standardmethode zu binden. Für mich sollte die Qualität des Haares und die passende Lösung für die Kundin wichtiger sein als ein großer Name.
Die Kundin muss nicht zur Methode passen. Die Methode muss zur Kundin passen.
Heute können Kundinnen im Internet unzählige Methoden, Haarmengen und Längen finden. Viele kommen schon mit sehr konkreten Vorstellungen. Gleichzeitig kursieren im Netz auch viele vereinfachte oder falsche Informationen.
Feines Eigenhaar braucht etwas anderes als kräftiges Haar. Alltag, gewünschte Länge und Fülle, Pflegeaufwand, Tragegewohnheiten und die spätere Nachsorge spielen genauso eine Rolle.
Deshalb erkläre ich Möglichkeiten und Grenzen einer Methode. Wir sprechen über Vor- und Nachteile, Pflege und Nachsorge. Und wenn etwas für das Eigenhaar nicht sinnvoll ist, sage ich das auch.
Der Wunsch nach schönem, langem Haar ist derselbe geblieben.
Auch nach all den Jahren liebe ich lange Haare. Ich schneide sie bewusst weich und achte darauf, nicht unnötig Volumen oder Länge zu verlieren. Genau diese Haltung übertrage ich auf Haarverlängerungen.
Nicht möglichst viel Haar. Nicht möglichst viele Strähnen. Und nicht möglichst teuer.
Sondern genau so viel, wie nötig ist, damit Länge, Fülle und Eigenhaar am Ende zusammenpassen.